26. Mai 1938*
15. Mai 2026†


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Wir erinnern an Pastor in Ruhe Werner Braun.

Werner Braun wurde am 26. Mai 1938 in Schneidemühl/Pommern geboren.
Über seine Geburt schrieb er einmal mit dem ihm eigenen Humor: „mit mir hatte man nicht gerechnet“. Und damit hatte er Recht – denn seine Eltern hatten mit allem gerechnet – nur nicht mit Zwillingen. Noch am selben Tag wurden die beiden vom Pastor der Evangelischen Gemeinschaft getauft.
Die Brüder waren lange sehr klein und zart. So zart, dass die Mutter sie im heimischen Backofen warmhielt. Nach der Flucht aus Schneidemühl siedelte die Familie nach Tübingen über. Hier erlebte Werner Braun eine glückliche Kindheit und Jugend, mit 14 Jahren ließ er sich in die Evangelische Gemeinschaft aufnehmen. Er erlernte den Beruf des Bauschlossers und Mechanikers.

Bei einer Zeltevangelisation erfuhr Werner Braun seine Berufung ins Predigtamt. Der Bezirk Tübingen empfahl ihn 1961 mit 110% – ein Zählfehler, über den Werner Braun stets sagte, dass er ihm „ein Zeichen“ war, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

Nach zwei Jahren als Gehilfe, zunächst in Karlsruhe-Durlach, danach in Reutlingen-Betzingen, ging er 1963 zum Studium an das Theologische Seminar in Reutlingen.

Seine ersten Stationen im Dienst führte ihn nach St. Georgen und Weil im Schönbuch. 1968 folgte die Ordination in Reutlingen. Im gleichen Jahr heiratete Werner Braun Dorothee Weißer. Ab 1972 wurde die Gemeinde Rudersberg das neue Zuhause für die Familie mit den Kindern Johannes, Damaris und Lars. In dieser Zeit begann er mit jährlichen Norwegen-Freizeiten, machte bei JMM-Teams mit und bei den Einsätzen der „Christuszeugen“.

Als die Nordwestdeutsche JK 1979 in der Süddeutschen JK einen Aufruf machte, dass der Norden dringend Pastoren braucht, ließen sich die Brauns auf das Abenteuer ein und zogen 1980 nach Lübeck-Dornbreite. Später folgte noch eine weitere Dienstzuweisung nach Lage bevor Werner und Dorothee Braun im Ruhestand im Norden blieben und nach Lübeck zurückkehrten. Bis zuletzt versorgte Werner Braun seine Frau und nahm am Gemeindeleben teil.

Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb er am 15. Mai 2026. In einem Lebensbericht schrieb er einmal: „Dass der treue Gott nicht locker ließ und mich oftmals vorwärts schubste, und meine Kirche mit mir sich auf ein nicht geringes Wagnis eingelassen hat -, gehört zu meiner tiefsten Erfahrung der Güte und Barmherzigkeit Gottes in meinem Leben!“

Wir sind dankbar für sein Leben und Wirken.


Portrait vonn Werner Braun